Mambo CooKing mit Chefcrown im Test
Für mich gehört zum Kochen dazu, in den Topf zu schauen, zwischendurch umzurühren, zu probieren und abzuschmecken. Ich möchte selbst entscheiden, ob noch etwas Salz, Gewürze oder eine andere Zutat fehlt. Genau dieses aktive Kochen macht für mich einen großen Teil der Freude aus. Was ich beim Kochen dagegen überhaupt nicht mag, ist die Vorbereitung der Zutaten. Das Schnippeln, Schälen und Entkernen kostet meiner Meinung nach die meiste Zeit – und genau diese Arbeit nimmt einem eine Küchenmaschine leider auch nicht wirklich ab. Kartoffeln und Karotten schälen, Gemüse putzen und schneiden oder Obst entkernen: Das sind die Arbeitsschritte, die ich gerne einfach überspringen würde.
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Deshalb war ich bei Kochrobotern bisher eher skeptisch. Ich hatte bereits einmal einen Thermomix und konnte mich damit überhaupt nicht anfreunden. Nicht, weil das Gerät nichts konnte, sondern weil mir beim Kochen einfach das eigene Abschmecken und spontane Verändern gefehlt hat. Ich möchte nicht unbedingt alle Zutaten in ein Gerät geben und am Ende darauf warten, dass daraus ein fertiges Essen wird. Trotzdem wollten wir einer solchen Küchenmaschine noch einmal eine Chance geben. Der Grund dafür ist ganz einfach: Ein Kind fällt bei uns aus der Hortbetreuung heraus und damit wird es künftig häufiger notwendig sein, auch mittags zu Hause etwas zu kochen. Gerade an Tagen, an denen wenig Zeit bleibt, könnte ein Gerät, das zumindest einen Teil der Arbeit übernimmt, durchaus praktisch sein.

Also haben wir den Mambo CooKing Victory von Cecotec ausprobiert. Dabei hat mich vor allem interessiert: Kann eine solche Küchenmaschine meinen Familienalltag tatsächlich einfacher machen – oder übernimmt sie am Ende vor allem Dinge, die ich beim Kochen eigentlich gar nicht abgeben möchte?
Mambo CooKing mit automatischer ChefCrown – was steckt dahinter?

Der Mambo CooKing Victory ist eine multifunktionale Küchenmaschine mit einem besonderen Extra: dem automatischen Lebensmittelspender ChefCrown.
Cecotec bezeichnet das Gerät als Küchenroboter mit automatischem Lebensmittelspender. Insgesamt stehen 45 Funktionen zur Verfügung. Der Victory-Krug besitzt ein Gesamtfassungsvermögen von 4,5 Litern, wobei 3,2 Liter als nutzbares Fassungsvermögen angegeben werden. Dazu kommen 19 Geschwindigkeitsstufen und ein 7-Zoll-Touchscreen.
Die Küchenmaschine kann unter anderem Zutaten schneiden, zerkleinern und kneten sowie verschiedene Koch- und Zubereitungsarten übernehmen. Besonders interessant ist aber die ChefCrown.
Die technischen Daten des Mambo CooKing Victory im Überblick
Wer sich vor dem Kauf genauer über die Cecotec Mambo CooKing Victory Küchenmaschine informieren möchte, findet hier die wichtigsten Daten:
| Merkmal | Mambo CooKing Victory |
|---|---|
| Hersteller | Cecotec |
| Modell | Mambo CooKing Victory |
| Referenz | 04700 |
| Funktionen | 45 |
| Fassungsvermögen | 4,5 Liter |
| Nutzbares Fassungsvermögen | 3,2 Liter |
| Geschwindigkeitsstufen | 19 |
| Display | 7-Zoll-Touchscreen |
| Automatischer Lebensmittelspender | ChefCrown |
| Fächer der ChefCrown | 6 |
| App-Steuerung | Ja |
| Rezepte | über 1.000 kostenlose Rezepte |
| Gleichzeitige Zubereitungen | bis zu 4 |
| Garantie | 2 Jahre |
| Preis zum Zeitpunkt unseres Tests | 519 € inkl. MwSt. |
Die Angaben und der Preis beziehen sich auf den aktuellen Stand der deutschen Cecotec-Produktseite und können sich natürlich ändern.
Was ist beim Mambo CooKing Victory im Lieferumfang enthalten?
Beim Blick auf den Lieferumfang wird schnell deutlich, dass Cecotec das Gerät ziemlich umfangreich ausstattet.
Zum Lieferumfang gehören laut Hersteller:

- der Mambo Cooking Victory Küchenroboter
- der Victory XL Edelstahlkrug
- die ChefCrown mit automatischem Lebensmittelspender
- Klinge
- MamboMix-Schaufel
- Rühraufsatz
- Zubehör für die Reinigung
- Kochkorb
- zweistufiger Dampfgarer
- Teigschaber
- Messbecher
- Bedienungsanleitung
Gerade der Dampfgarer mit zwei Ebenen und der Kochkorb ermöglichen es, verschiedene Komponenten eines Gerichts gleichzeitig zuzubereiten. Cecotec gibt sogar an, dass mit dem Mambo bis zu vier Zubereitungen gleichzeitig möglich sind.
Die ChefCrown – die ungewöhnlichste Funktion
Die ChefCrown fand ich zunächst richtig spannend. Die Zutaten werden auf die verschiedenen Fächer der ChefCrown verteilt. Insgesamt stehen sechs Fächer zur Verfügung. Das Gerät gibt die Zutaten dann während des Kochvorgangs automatisch zum jeweils vorgesehenen Zeitpunkt in den Topf.

Noch interessanter wird das Ganze durch die Mambo-App. Der Mambo CooKing Victory kann mit dem Smartphone verbunden und von dort aus gesteuert werden. So lässt sich ein Kochvorgang auch aus der Ferne kontrollieren beziehungsweise starten. Das bedeutet beispielsweise: Ich kann morgens die Zutaten vorbereiten und später den Kochvorgang starten. Wenn alles funktioniert, wartet zu Hause ein fertiges Essen auf uns.



Bei einfachen Rezepten ist die ChefCrown für mich überflüssig
Ein Beispiel ist für mich Milchreis mit weißer Schokolade und Kardamom. Hier kommen Milch und Reis direkt in den Topf. Zucker, weiße Schokolade und Kardamom werden dagegen in die ChefCrown gefüllt und später automatisch hinzugegeben. Auf dem Papier klingt das natürlich toll.Ich frage mich allerdings: Warum? Die Zutaten könnte ich genauso gut direkt am Anfang in den Topf geben. Dafür muss ich sie nicht extra in einzelne Fächer der ChefCrown verteilen. Und anschließend muss die ChefCrown natürlich auch wieder gereinigt werden. Bei meinem Test kam noch hinzu, dass die weiße Schokolade bereits in der ChefCrown geschmolzen ist, bevor sie überhaupt in den Topf gelangte.

Für mich ist das dann eher ein zusätzlicher Arbeitsschritt als eine wirkliche Erleichterung. Die ChefCrown macht für mich vor allem bei aufwendigen Rezepten Sinn, bei denen Zutaten tatsächlich zu unterschiedlichen Zeitpunkten hinzugegeben werden müssen. Bei einfachen Rezepten würde ich persönlich lieber selbst kurz die Zutaten in den Topf geben.
Während meines Tests hatte ich zweimal das Problem, dass die ChefCrown offenbar nicht ganz korrekt aufgesetzt war.Das Ärgerliche daran: Der Fehler wurde nicht direkt zu Beginn erkannt. Das Rezept lief zunächst an und erst mitten im Kochvorgang meldete das Gerät einen Fehler und konnte nicht weiterkochen. Gerade bei einem Gerät, das mir Arbeit abnehmen soll, finde ich das natürlich ärgerlich. Wenn ich morgens alles vorbereite und das Gerät später automatisch kochen lassen möchte, möchte ich mich darauf verlassen können, dass es auch tatsächlich bis zum Ende durchläuft. Hier würde ich mir eine frühere und eindeutigere Kontrolle wünschen, ob die ChefCrown korrekt eingesetzt wurde.
Dafür bietet der Mambo CooKing Victory viele Möglichkeiten

Trotz meiner Kritik gibt es natürlich auch einiges, was mir am Cecotec Mambo CooKing Victory gefällt. Das Gerät ist vielseitig und bietet mit seinen 45 Funktionen eine ganze Menge Möglichkeiten. Der große 4,5-Liter-Behälter ist gerade für einen Familienhaushalt interessant. Nutzbar sind davon 3,2 Liter.
Auch die Möglichkeit, verschiedene Zubereitungen miteinander zu kombinieren, finde ich spannend. Mit Kochbehälter, Kochkorb und dem zweistufigen Dampfgarer lassen sich laut Cecotec bis zu vier Zubereitungen gleichzeitig realisieren. Das kann im Alltag durchaus Zeit sparen. Und genau dafür haben wir dem Gerät schließlich noch einmal eine Chance gegeben.
Mein Fazit zum Mambo CooKing Victory

Kommen wir zur entscheidenden Frage: Würde ich den Mambo CooKing Victory kaufen?Beim eigentlichen Kochgerät fällt mein Urteil grundsätzlich positiv aus. Preis und Leistung finde ich beim Mambo CooKing Victory gut. Das Gerät bietet viele Funktionen, ist vielseitig einsetzbar und kann gerade im Familienalltag eine echte Unterstützung sein. Besonders die Steuerung über die App und die Möglichkeit, Kochvorgänge aus der Ferne zu starten, finde ich interessant.
Aber ich bleibe auch bei meiner grundsätzlichen Einstellung: Ich koche gerne selbst. Ich möchte probieren, rühren und abschmecken und nicht alles komplett an eine Maschine abgeben. Deshalb würde ich den Mambo CooKing Victory als Küchenmaschine durchaus empfehlen, die ChefCrown würde ich persönlich allerdings nicht unbedingt auswählen, kann aber für Personen, die nicht gerne kochen ein absoluter Gamechanger sein.
Für mich ist der zusätzliche Aufwand bei einfachen Rezepten einfach zu groß. Zutaten auf mehrere Fächer verteilen, die ChefCrown einsetzen und anschließend alles wieder reinigen – wenn ich die Zutaten genauso gut direkt in den Topf geben kann, sehe ich darin keinen wirklichen Vorteil. Bei komplizierten Rezepten, bei denen Zutaten zu unterschiedlichen Zeitpunkten automatisch hinzugegeben werden müssen, kann die ChefCrown dagegen ihre Stärke ausspielen. Für unseren Familienalltag werde ich den Mambo deshalb vermutlich hauptsächlich als klassische multifunktionale Küchenmaschine nutzen und die ChefCrown gezielt dann einsetzen, wenn sie tatsächlich einen Mehrwert bietet.
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