Gang vor Geburt

3. Geburt im St. Elisabeth Krankenhaus Leipzig

Gang vor Geburt
Das letzte Bild auf meinem Spaziergang um 7 Uhr bevor die Fruchtblase platzte.

Ich fange von hinten an, also mit der 3ten Geburt im St. Elisabeth Krankenhaus.

Entscheidung

Da ich bereits in der Uniklinik und im St. Georg ein Kind geboren hatte, habe ich immer aus Spaß gesagt, das 3te bekomme ich im Elisabeth. Dass wir an diesen Punkt wirklich kommen würden, hat keiner gedacht. Die Hebamme bei meiner Frauenärztin war ebenfalls im St. Elisabeth tätig und so war es klar, wir gehen dort hin. Schon der erste Anruf war positiv und das Vorgespräch ebenfalls. Einmal war ich noch zum Ultraschall dort, der ebenfalls sehr lustig und entspannt war.

Vor der Geburt

Wie bei unserem 2ten Kind ließ sich auch dieses Zeit. Natürlich durfte ich dann über dem Entbindungstermin andauernd ins Krankenhaus fahren und wurde an das CTG angeschlossen. Ich war einfach begeistert, wie nett die Schwestern waren und ich hatte einige. Ebenfalls durfte ich 2 Mal zum Ultraschall und auch die beiden Ärztinnen waren super nett. Bei ET + 10 Tage wird meist eingeleitet und da ich nun schon 8 Tage drüber war, stieg in mir die Sorge, dass künstlich nachgeholfen wird.

Am Tag der Geburt wachte ich um 6 Uhr auf und wollte unbedingt raus an die frische Luft. Die Sonne schien und die Luft war klar, ich lief eine halbe Stunde zum Bäcker und zurück. Irgendwie war ich total zufrieden und entspannt, was wohl half, dass um 8.30 Uhr nach dem Frühstück die Fruchtblase platzte. Ich war kurz baff, war es doch das erste Mal. Bei den andern beiden Kindern blieb sie intakt. Es war auch ausgeschlossen, dass es was anderes war, es kam wirklich ein großer Schwall samt Schleimpfropfen.

Es geht endlich los…

Ich rief nach meinem Mann, die Kinder wurden an die Nachbarn übergeben und wir fuhren nach kurzem Anruf in der Klinik los. Eigentlich kann man sich entspannt Zeit lassen, wenn die Fruchtblase platzt, nicht aber wenn man wie ich B-Streptokokken positiv ist. Ich hatte keine Wehen und somit war klar, die Geburt wird eingeleitet. Nur vor einem Kaiserschnitt hatte ich mehr Angst und hoffte, dass die Einleitung ihre Wirkung zeigt. Natürlich hatte ich, nach dem ich diese Pille geschluckt hatte, im Internet nachgelesen und die schlimmsten Horrorgeschichten gefunden. Also lag ich da und wartete, bis mich diese Wehen zerreißen werden. Nichts passierte und so durfte ich in den Garten zu meinem Mann. Wir befanden uns immer noch in der Coronapandemie und daher durfte er erst rein, wenn es absehbar war, dass das Kind kommt.

Garten St. Elisabeth Krankenhaus Leipzig
Garten St. Elisabeth

3 Hebammen habe ich kennenlernen dürfen, denn ich befand mich von 10.30 Uhr bis ca. 2.00 Uhr am nächsten Tag auf der Geburtenstation. Ich fand alle Hebammen supernett und hilfsbereit. Was mich etwas überfordert hat und ich so aus den anderen Kliniken nicht kannte, sie ließen mich machen. Ich bekam, glaube ich, 4 Mal eine Tablette und ich lief an dem Tag ca. 24.000 Schritte im wunderschönen Garten des St. Elisabeth Krankenhauses.

Sie ist da…

Die Hebamme blieb immer bei uns, denn sie wusste wohl, dass es nicht mehr lange dauern kann. Ich meinte, dass ich nun Presswehen habe und sie sagte, dann pressen wir jetzt. Sie überließ es mir und war trotzdem da, eine ganz andere Erfahrung für mich und trotzdem ungewohnt. Sonst heißt es immer, erst bei 10 cm darf gepresst werden, aber der Muttermund wurde nicht mehr kontrolliert. So machte sich also meine Tochter auf den Weg und es war wieder unglaublich schön. Wir wurden versorgt, ich wurde in ein Krankenbett gelegt, meine Tochter wurde mir in den Arm gelegt und abging es auf Station. Ich wurde freundlich empfangen.

Wöchnerinnenstation

Ich kam auf ein großes, helles Zimmer mit eigenem Bad. Die 3 Tage blieb ich alleine, da ich keinen Besuch empfangen durfte, war es still und manchmal einsam, aber perfekt um sich kennenzulernen. Hervorzuheben ist, dass die Schwestern auf Station immer gesagt haben, was ansteht und wenn ich Zeit habe klingeln soll und dann kommen sie, um die Punkte abzuarbeiten. Das hatte ich in den anderen beiden Kliniken, Uni und St. Georg nicht. Wenn eine Untersuchung anstand, musste das jetzt und sofort sein. So musste man das Stillen abbrechen oder das schlafende Baby musste entkleidet werden. Im Elisabeth war das ganz anders, stand eine Untersuchung an, klingelte ich, wenn das Baby gewickelt werden musste, sodass es nicht mehrfach ausgezogen werden muss.

Fazit: Dies war im Gesamten bei Weitem der beste Krankenhausaufenthalt. Ich erinnere mich so gerne daran zurück. Ich muss jedoch auch sagen, dass es das erste Mal war, dass ich ein schlafendes Baby nach Geburt erleben durfte. Die anderen beiden haben nur geschrien und das vor allem nachts, was mich völlig fertiggemacht hat.

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